Förderverein Sauer-Orgel St. Marien e.V. - Sonntag, 20. August 2017
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Festlich-virtuos: Musik für Trompete und Orgel Eröffnungskonzert der „Mühlhäuser Marienkonzerte“

Am Samstag, den 29. April, beginnt um 20 Uhr das Eröffnungskonzert der diesjährigen „Mühlhäuser Marienkonzerte“. Zu Gast ist der Solotrompeter des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig Bernd Bartels. An der Orgel wird er von Stadtorganist Denny Ph. Wilke begleitet. Auf dem Programm stehen Werke von J. S. Bach, G. F. Händel, G. Torelli u. a. Mit Sonaten, Suiten, Ouvertüren und Trumpet Voluntaries demonstriert Bernd Bartels virtuos die Möglichkeiten seines Instruments. Die Sauer-Orgel, das größte erhaltene Instrument aus dem 19. Jahrhundert im Freistaat Thüringen, mit seinen reichen Klangfarben bildet dabei das Pendant zur Trompete.

1989 wurde Bernd Bartels Solotrompeter im Rundfunksinfonieorchester Leipzig, seit 1992 Orchester des Mitteldeutschen Rundfunks. Seine solistische Tätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit diversen Kammerorchestern wie z. B. der Camerata Musica Berlin, dem Mitteldeutschen Kammerorchester, der Kammerphilharmonie des Mitteldeutschen Rundfunks und dem Neuen Bachischen Collegium Musicum, vorrangig mit barocker Trompetenliteratur. Daneben engagiert sich der Künstler aber auch bei Erstaufführungen von neuer Musik, so unter anderem 1999 bei Bernd Franckes „Music for Harp, Trumpet and Violin“ mit der Kammerphilharmonie des MDR, der „Sequenza für Trompete Solo“, welche 1996 im Gewandhaus zu Leipzig erstaufgeführt wurde, sowie erst kürzlich beim Auftragswerk „Netzwerk“ von Steffen Schleiermacher. Seit 1995 ist Bernd Bartels erster Trompeter bei den Leipziger Blechbläsersolisten und war bis zu dessen Auflösung 2010 Mitglied des Blechbläserensembles des Gewandhausorchesters. Diverse Rundfunkmitschnitte und CD-Produktionen mit diesen Ensembles und eine Solo-CD 2001 mit dem Organisten Felix Friedrich belegen sein umfassendes künstlerisches Tätigkeitsfeld.

Karten für diesen musikalischen Hochgenuss sind im Vorverkauf bei der Touristinformation Mühlhausen oder an der Abendkasse erhältlich. 

Veranstalter: Stadt Mühlhausen

Konzert am 6. Januar 2017 (Heilige Drei Könige/Epiphanias): „Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt einʼ neuen Schein.“ (Martin Luther) – Die Weihnachtsgeschichte erzählt im 17. Jahrhundert

Im Weihnachtsfestkreis ist der 6. Januar ein wichtiger Feiertag. So werden die „Drei Könige“ in der katholischen Kirche als Heilige verehrt, in der evangelischen Kirche wird der Weisen gedacht, und in den orthodoxen Kirchen wird das Fest Christi Geburt überhaupt erst am 6. Januar begangen. Grund genug, am Freitag, den 6. Januar 2017, um 20 Uhr in der Kornmarktkirche Mühlhausen ein Weihnachtskonzert zu veranstalten.

Noten- und Textfragmente von Leipziger Thomaskantoren (u. a. Johann Schelle) befinden sich im Reichsstadtarchiv Mühlhausen und sind ein wertvolles Zeugnis für die Kirchenmusik nach der Reformation in der für dieses Ereignis wichtigen Stadt Mühlhausen. Johann Sebastian Bach, einst Organist in Mühlhausen, kannte daher die Musik von Schelle, Knüpfer u. a. – später sollte er das Amt des Thomaskantors in Leipzig übernehmen und dieses Erbe antreten.

Mit Johann Schelles (1648–1701) Actus Musicus auf Weihnachten „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ , „Machet die Tore weit“, „Uns ist ein Kind geboren“, der Choralkantate „Ach, mein herzliebes Jesulein“ und „Vom Himmel kam der Engel Schar“ führt das Collegium Vocale Leipzig, der Kammerchor der Schlosskapelle Saalfeld, namhafte Solisten und die Merseburger Hofmusik unter der Leitung von Gewandhausorganist Michael Schönheit Musik auf, die auch in der Weihnachtszeit um 1700 in Mühlhäuser Kirchen zu hören war.

Dieses Konzert ist zugleich Auftakt einer musikalischen Veranstaltungsreihe, die der Förderverein Sauer-Orgel St. Marien in Mühlhausen – Reformationsstadt Europas – über das Reformationsjahr präsentiert. Gleichzeitig eröffnet das Konzert das Festjahr „1050 Jahre Mühlhausen“, denn das Konzertprogramm ist eng mit der Musiktradition der vormaligen freien Reichsstadt verbunden.

Karten für dieses besondere Ereignis sind im Vorverkauf der Mühlhäuser Touristinformation (03601 404770), an den Konzertkassen am 26. und 31. Dezember und an der Abendkasse erhältlich.

 

Klingendes Mühlhausen im Dezember Marienkonzerte im Advent, zum Weihnachtsfest und an Silvester

Sonntag, 4. Dezember (2. Advent), 17 Uhr – Ehemaligenensemble des Dresdner Kreuzchores zu Gast in Mühlhausen

Das Konzerttriduum „Klingendes Mühlhausen“ eröffnet am 2. Adventssonntag die festlichste Zeit des Jahres. In diesem Jahr feiert zudem der weltberühmte Dresdner Kreuzchor sein 800-jähriges Bestehen. So erwartet Mühlhausen am Sonntag, den 4. Dezember 2016 (2. Advent), um 17 Uhr in der Mühlhäuser Konzertkirche „St. Marien“ insgesamt zwölf ehemalige Kruzianer, die uns als Vokalensemble „vocal_heARTS“ auf die besinnliche Weihnachtszeit einstimmen. Das Programm spannt einen musikalischen Bogen vom Advent über Weihnachten bis zum Fest der Heiligen Drei Könige. Neben altbekannten Weisen erwarten den Konzertbesucher auch noch einige „Christmas Cracker“. Lassen Sie sich überraschen! Zu dem Gesangsensemble gesellt sich noch die Sauer-Orgel der Marienkirche, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum begeht. Gespielt wird sie von Stadtorganist Denny Ph. Wilke.

Montag, 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag), 16 Uhr – weihnachtliche Orgelmusik bei Kerzenschein

Zwischen Kaffeezeit und weihnachtlichem Festessen öffnet die Marienkirche am 2. Weihnachtsfeiertag um 16 Uhr ihre Pforten. Dreißig Minuten festliche Orgelmusik erwartet hier alle Zuhörer zur Feier der Geburt Jesu.Es erklingen Choralbearbeitungen über die Lieder „Vom Himmel hoch, da komm ich her, Ihr Kinderlein, kommet und Vom Himmel hoch, o Engel kommt. Daneben werden natürlich auch Liebhaber der symphonischen Orgelmusik ihre Freude haben. Mit Widors berühmter Toccata beendet Stadtorganist Denny Ph. Wilke das Konzert festlich-virtuos.

Sonnabend, 31. Dezember (Silvester), 18 Uhr Pomp and Circumstance“

Das zur Tradition gewordene Orgelkonzert zum Jahresende steht ganz unter dem Motto „Pomp and Circumstance die Königin und das United Kingdom“. Wer kennt ihn nicht, Sir Edward Elgars berühmten Marsch, der Jahr für Jahr bei der „Night of the Proms“ gespielt wird, an diesem Abend in einer Orgelbearbeitung von Edwin H. Lemare. Des Weiteren erklingen Werke, die mit England sehr verbunden sind, so G. F. Händels Halleluja, Henry Purcells „Trumpet Tune“, aber auch Spirituals und Irish Folksongs werden die Konzertbesucher am Altjahresabend hören. Wie bei jedem Silvesterkonzert steht gleich zu Beginn J. S. Bachs berühmte Toccata und Fuge d-Moll sowie die Choralbearbeitung über „Das alte Jahr vergangen ist“ auf dem Programm. Die Orgel spielt Stadtorganist Denny Ph. Wilke.

Für Glühwein und andere Heißgetränke sorgt der Förderverein Sauer-Orgel zu allen drei Konzerten.

Karten für den 4. und 31. Dezember sind im Vorverkauf der Touristinformation Mühlhausen und an der Abendkasse erhältlich. Konzertkarten für den 26. Dezember können nur an der Abendkasse erworben werden.

 

Festlich-virtuose Musik für Trompete und Orgel Gewandhaustrompeter zu Gast in Mühlhausen

Die beim Publikum so beliebte Besetzung Trompete und Orgel erwartet alle Besucher zum nächsten Marienkonzert am Freitag, den 28. Oktober, um 20 Uhr, in der Konzertkirche „St. Marien“ Mühlhausen.

Kammervirtuose Karl-Heinz Georgi, seit 1979 Mitglied des weltberühmten Leipziger Gewandhausorchesters, spielt gemeinsam mit Stadtorganist Denny Ph. Wilke Werke aus der Blütezeit des Barock. Mit Musik aus Händel-Opern, Kantatensätzen von Johann Sebastian Bach, Werken vom französischen Hof und von italienischen Meistern wird auch bei diesem Konzert die Vielfalt der Sauer-Orgel, die in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag feiert, wieder erlebbar.

Karl-Heinz Georgi, der als Solist nahezu alle Länder Europas, die USA, Südamerika, Kanada, Israel, Japan, Taiwan, Korea und Australien bereiste, freut sich in der Bachstadt vor allem darauf, den Kantatensatz „Jesu bleibet meine Freude“ aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ zu spielen.

Der Förderverein Sauer-Orgel St. Marien e. V. sorgt bei diesem Konzert für den Verkauf von Getränken.

Karten für diesen musikalischen Hochgenuss sind in der Touristinformation Mühlhausen und an der Abendkasse erhältlich.       

Tatort: Mühlhausen – Tatort-Münster-Schauspielerin Mechthild Großmann liest aus „Hiob“

Wer kennt sie nicht, die Kult-Krimiserie der ARD mit Thiel, Boerne und der Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, die im wahren Leben Mechthild Großmann heißt. Seit 2002 spielt Großmann die Rolle der Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im Münsteraner „Tatort“, der sie besonders durch ihre markante Stimme Charakter verleiht. Mit ihr als Sprecherin wird nun auch Mühlhausen zum Tatort, denn am Montag, den 3. Oktober wird um 20 Uhr der Orgelzyklus „Hiob“ von Petr Eben in der Konzertkirche „St. Marien“ aufgeführt.

Unter einer Hiobsbotschaft versteht man gemeinhin eine Nachricht mit einem den Empfänger niederschmetternden, katastrophalen Inhalt. Der Begriff leitet sich ab von der biblischen Geschichte um den rechtschaffenen und frommen Hiob, der von Gott auf die Probe gestellt in kurzer Zeit alles verliert, was ihm bis dahin ein glückliches Leben beschert hat: seine Kinder, sein gesamtes Hab und Gut und schließlich auch seine Gesundheit.

Petr Eben schuf mit „Hiob“ eines seiner bedeutendsten Orgelwerke. Er selbst schrieb einmal dazu: „Ich bin tief beeindruckt von der ungeheuren Dramatik des Buches, das ein für alle Mal den Schlüssel zum Überstehen einer Glaubensfrage gibt [...]. Ich finde dieses Buch höchst aktuell, weil es die Antwort auf eine der schwierigsten Lebensfragen bis in unsere Zeit gibt: Warum kann guten Menschen Böses widerfahren?“

Die einem Millionenpublikum bekannte und in Münster geborene Schauspielerin Mechthild Großmann ist seit fast 40 Jahren Mitglied des Tanztheaters Pina Bausch. In Hamburg ließ sie sich zur Schauspielerin ausbilden. Seither steht sie auf vielen großen deutschen Bühnen und auch vor der Kamera („Berlin Alexanderplatz“, „Nirgendwo in Afrika“). Außerdem ist sie eine der beliebtesten deutschen Hörbuchsprecherinnen. Zurzeit spielt Großmann im Schauspielhaus Bochum die Titelrolle in Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“.

An der großen Sauer-Orgel der Marienkirche wird Stadtorganist Denny Ph. Wilke zu hören sein.

Karten für dieses multimediale Ereignis sind ab sofort in der Touristinformation Mühlhausen (03601 - 404770) oder an der Abendkasse erhältlich.

Geburtstag einer Königin – 125 Jahre Sauer-Orgel: Eröffnungskonzert der Mühlhäuser Marienkonzerte

Das britische Klassikforum „Presto Classical“ bezeichnet die Koloratursopranistin und Bachpreisträgerin Marie Friederike Schöder als „Shootingstar der Barockszene“, deren Stimme „mit Leichtigkeit in die Stratosphäre“ reicht. Am Sonnabend, den 30. April, um 20 Uhr eröffnet die vielfach ausgezeichnete Sängerin gemeinsam mit Stadtorganist Denny Ph. Wilke die diesjährige Konzertsaison der Mühlhäuser Marienkonzerte in Mühlhausens St. Marien-Kirche. Das Konzertjahr 2016 steht ganz im Zeichen des 125. Geburtstages der dortigen Sauer-Orgel, dem größten erhaltenen Instrument aus dem 19. Jahrhundert im Freistaat Thüringen. „Vox céleste“ – himmlische Stimme, lautet das Motto des Konzertabends. Nicht von ungefähr wählte der künstlerische Leiter der Konzertreihe diesen Titel, denn zum einen bezeichnet es ein Orgelregister, das typisch für Sauer-Orgeln ist, und zum anderen zeigt hier die Orgel ihre Zartheit und Farbenpracht, die für die Begleitung einer Gesangsstimme benötigt werden.

Marie Friederike Schöder gewann 2008 als erste Sopranistin in der Geschichte des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs den ersten Preis in Leipzig. Sie ist regelmäßiger Gast bei Festivals und auf Konzerten im In- und Ausland wie beispielsweise bei der „Styriarte“, dem Festival um Nikolaus Harnoncourt in Graz, bei den Festivals für Alte Musik in Köln und Regensburg, im Gewandhaus Leipzig, bei den Händelfestspielen in Halle und Göttingen, am Stadttheater in Gießen, bei den Tagen der Mitteldeutschen Barockmusik sowie den Barockfestspielen in Frankfurt am Main und Batzdorf. Auch beim Leipziger Bachfest, in der Leipziger Thomaskirche, der Nikolaikirche Leipzig und bei den Merseburger Orgeltagen ist sie immer wieder zu erleben.

Der Monat Mai ist nicht nur der Wonnemonat, sondern auch der „Marienmonat“, in dem die Natur nach der Winterpause so richtig zu neuem Leben erwacht und die katholische Kirche der Mutter Jesu gedenkt. So stehen Ave-Maria-Vertonungen von César Franck, Giulio Caccini und Claudio Monteverdi auf dem Programm, wobei die berühmtesten wohl von Franz Schubert und Bach/Gounod sein dürften.

Karten für den musikalischen Kunstgenuss gibt es im Vorverkauf der Touristinformation Mühlhausen (03601/404770) und an der Abendkasse.

Stadt Mühlhausen

125 Jahre Sauer-Orgel. Eröffnungskonzert der Mühlhäuser Marienkonzerte

Am Sonnabend, den 30. April 2016, startet um 20 Uhr in Mühlhausens Marienkirche die neue Saison der „Mühlhäuser Marienkonzerte“. Diese stehen ganz im Zeichen des 125. Geburtstages der Sauer-Orgel, dem größten erhaltenen Instrument aus dem 19. Jahrhundert im Freistaat Thüringen. „Vox céleste“ – himmlische Stimme, so lautet das Motto des Konzertabends. Bachpreisträgerin Marie Friederike Schöder und Stadtorganist Denny Ph. Wilke werden das Jubiläumsjahr mit Werken aus verschiedenen Jahrhunderten einläuten, darunter das berühmte „Ave Maria“ von J. S. Bach/Ch. Gounod.

Stadtorganist gibt Konzerte in Russland

Am Mittwoch, den 3. Februar 2016 bricht Mühlhausens Stadtorganist Denny Ph. Wilke zu einer Konzertreise nach Russland auf. Nach der Landung in Moskau wird Wilke weiter mit dem Zug nahezu 3000 Kilometer quer durch Russland reisen. Am Freitag spielt er in der Philharmonie Belgorod und am Sonntag in der Philharmonie Kostroma. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Marcel Dupré, Louis Vierne und Franz Liszt. Zurück in Deutschland geht es dann gleich weiter nach Jena, wo der Preisträger des Sydney Organ Competition am 10.  Februar einen Orgelabend in Philharmonie Jena (Volkshaus) geben wird.

Publikum klatschte Radetzky-Marsch im Rhythmus mit

Ausgelassene Stimmung beim Orgelkonzert zum Jahresende in der Marienkirche. 125. Jubiläum der Sauer-Orgel steht an

Mit Melodien aus der Zeit der k. u. k. Monarchie im Österreich des 19. Jahrhunderts sorgte Stadtorganist Denny Ph. Wilke an der Sauer-Orgel in der Marienkirche für eine heitere Atmosphäre. Ein voller Erfolg war das Orgelkonzert zum Jahresende auch für den Veranstalter, den Förderverein Sauer-Orgel St. Marien: Denn erstens war die Kirche bis auf den letzten Platz belegt und damit ausverkauft. Und zweitens machte das Publikum gut mit. „Es war eine Wonne, von hinten zu sehen, wie die Leute ihre Köpfe im Rhythmus mitschwangen“, sagte Andreas Weber von der Stadtverwaltung über die Stimmung. Den Radetzky-Marsch spielte Denny Wilke als Zugabe. Sein Mühlhäuser Publikum, das ihm mit stehendem Applaus zuvor schon einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht hatte, klatschte dabei den Rhythmus emsig mit.

Mit der Ouvertüre zur Operette „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé und eben dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater, jeweils in Bearbeitungen für Orgel, hatte Wilke zuvor schon für Volksfeststimmung in St. Marien gesorgt. Dabei entlockte er im zentralen Teil der Operetten-Ouvertüre der Sauer-Orgel Drehorgelklänge. Sehr gut zum Silvester-Thema passte auch der „Ungarische Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms. Den Schlusspunkt bildete mit Straussʼ Donauwalzer eine echte österreichische Herzensangelegenheit, die dort immer zum Jahreswechsel gespielt wird. Zu Beginn des Konzerts erklang mit der Toccata und Fuge d-Moll eine der schönsten, wenn nicht gar die schönste Fuge Johann Sebastian Bachs. „Diese Komposition Bachs könnte sogar in Mühlhausen entstanden sein“, sagte Denny Wilke.

Er machte ebenfalls auf die Programmhöhepunkte der ersten Jahreshälfte aufmerksam. Das Jahr 2016 stehe ganz im Zeichen des 125. Jubiläums der Sauer-Orgel, des 100. Todestages ihres Erbauers, Wilhelm Sauer, sowie des Komponisten und Pianisten Max Reger. „Reger war Hofkapellmeister zu Meiningen und kam zu Lebzeiten sowohl als Dirigent mit der Meininger Hofkapelle als auch als Pianist häufig zu Konzerten nach Mühlhausen“, erklärte Wilke. Eine deutsche Uraufführung werde Mühlhausen am Vorabend des Weihe-Datums der Sauer-Orgel erleben. Aufgeführt werde am 12. Juni erstmals die in Fragmenten erhaltene und von dem Librettisten Christoph Lehnert und dem Komponisten Steffen Schleiermacher ergänzte „Markus-Passion“ von Johann Sebastian Bach. Diese werde weltweit erstmals mit dem Abschlusskonzert des Internationalen Kirchenmusikfestivals in Oslo im März der Öffentlichkeit zu Gehör gebracht – mit dem Stadtorganisten Denny Wilke an der Orgel im Osloer Dom.

Michael Fiegle – Thüringer Allgemeine vom 2.1.2016

Zum drittletzten Marienkonzert des Jahres kamen auch Kinder

Zum 175. Geburtstag Tschaikowskys spielten Denny Ph. Wilke und Michael Schönheit Stücke aus „Schwanensee“ und der „Nussknacker-Suite“

Mühlhausen. Mit dem Schwanentanz aus der Oper Schwanensee, Humperdincks „Lied des Sandmanns“ aus „Hänsel und Gretel“ und Peter Tschaikowkys „Nussknacker-Suite“ – alles musikalische Ohrwürmer – vermochte der Förderverein „Sauer-Orgel St. Marien“ die selbige Kirche auch einmal wieder fast zu füllen. Unter den Konzertbesuchern waren diesmal auch viele jüngere Leute zu finden, mitunter auch ganze Familien. Darauf zielte das einstündige Konzert am Nachmittag des Nikolaustags, das Stadtorganist Denny Ph. Wilke und sein Lehrer Michael Schönheit vierhändig auf der Sauer-Orgel gaben, auch ab. Für Kinder zu verstehen war denn auch die Lesung zwischen den Musikstücken, für die wieder der MDR-Moderator Axel Thielmann gewonnen werden konnte.

Dramatische Klangwolke von der Orgelempore

Stilgerecht war sein Vorlesetisch mit einem großen und einem kleinen Nussknacker dekoriert, die der Veranstaltungsmanager der Stadtverwaltung, Andreas Weber, für das Konzert mitgebracht hatte.

Dieses Konzert wurde eigentlich anlässlich des 175. Geburtstages des am 7. Mai 1840 geborenen russischen Komponisten Peter Tschaikowsky ins Programm der Mühlhäuser Marienkonzerte aufgenommen, lag terminlich aber näher am Tag der Uraufführung der „Nussknacker-Suite“ in Sankt Petersburg am 18. Dezember 1892. Mit dem „Tanz der Schwäne“ ließen Wilke und Schönheit gleich zu Beginn dramatische Klangwolken von der Orgelempore ins Publikum wehen.

„Nur durch Liebe vermag sich die verzauberte Schwanenprinzessin aus dem Bann eines bösen Zauberers zu erlösen“, erklärte dazu Axel Thielmann.

Das Ende von „Schwanensee“ habe Tschaikowsky offen gelassen. „Siegfried tötet den Zauberer und die Schwäne erlangen ihre menschliche Gestalt zurück, das ist noch die beste der Varianten“, meinte Thielmann.

Dies sei auch ein Verweis auf die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Daraus spielten die beiden Organisten das „Sandmann-Lied“ und den „Abendsegen“ in einer Eigenbearbeitung für Orgel.

„Humperdinck und Tschaikowsky bezogen sich beide auf Richard Wagner, den Neuerer des Musiktheaters“, erklärte Denny Wilke den Zusammenhang. Mit „Marche“, „Danse de la Fée-Dragée“, „Danse russe Tepak“ und anderen spielten Wilke und Schönheit dann fast alle „Ohrwürmer“ aus Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“, dem populärsten Ballett überhaupt, das häufig um die Weihnachtszeit aufgeführt wird. Die Titel sind darin alle in Französisch abgefasst, da Tschaikowsky die Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“ von Alexandre Dumas zur Vorlage hatte.

Das Original stammte jedoch von E.T.A. Hoffmann.

Daraus las Thielmann zur Freude vor allem der Kinder im Publikum, die schon auf ein Adventsmärchen gewartet hatten, das vierte Kapitel vor, in dem die Weihnachtsgeschenke und das Spielzeug im Weihnachtszimmer der Familie Stahlmann zum Leben erwachen. Es kommt zum Kampf gegen den bösen Mäusekönig und seine Mäusescharen, den Nussknacker mit seinen Getreuen gewinnt.

Allen, die Angst vor Mäusen haben, riet Thielmann zuvor, die Kirche zu verlassen und ließ dann mit dunkler und rauchiger Stimme den Mäusekönig sprechen. Das Konzert endete schließlich mit Tschaikowskys melodiösem Blumenwalzer.

Mit dem drittletzten Marienkonzert dieses Jahres stellte sich wieder die überragende Eignung der Sauer-Orgel als Konzertorgel heraus. „Weihnachtliche Orgelmusik bei Kerzenschein“ ist am zweiten Weihnachtsfeiertag um 16 Uhr angesagt.

Beschwingt geht es an Silvester ab 18 Uhr mit „An der schönen blauen Donau“ ins neue Jahr. Beide Konzerte werden vom Stadtorganisten bestritten.

Michael Fiegle  

(Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung vom 8.12.2105)

 

Klingendes Mühlhausen im Dezember – Advents- und Weihnachtskonzerte in St. Marien

Von Nussknackern, Mäusen und anderem Getier – zum 175. Geburtstag von Peter Tschaikowski

Am Nikolaustag, Sonntag, den 6. Dezember, öffnet um 17 Uhr die Konzertkirche St. Marien zu einem weiteren Marienkonzert ihre Pforten.

Auf dem Notenpult der Sauer-Orgel steht Tschaikowskis Nussknacker-Suite op. 71 in einer Bearbeitung für Orgel zu vier Händen und vier Füßen. Hinzu kommt sein berühmter erste Satz Ballettmusik aus der Schwanensee-Suite. Im Mittelteil ist Musik aus der Volksoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck zu hören – was gibt es Schöneres, als das Lied des Sandmännchens und den Abendsegen zum 2. Advent musikalisch zu erleben. Darüber hinaus liest MDR-Hörfunksprecher Axel Thielmann aus „Der Nußknacker und der Mausekönig“ von E. T. A. Hoffmann. An der Sauer-Orgel nehmen der Leipziger Gewandhausorganist Michael Schönheit und der Mühlhäuser Stadtorganist Denny Ph. Wilke Platz. Eine wahre Einstimmung auf das Fest der Familie für Jung und Alt!

Weihnachtliche Orgelmusik bei Kerzenschein

Am Sonnabend, den 26. Dezember, um 16 Uhr, erklingt in St. Marien für etwa eine halbe Stunde weihnachtliche Orgelmusik, gespielt von Stadtorganist Denny Ph. Wilke. Zwischen Kaffeezeit und festlichem Abendessen die große Sauer-Orgel der Marienkirche zu hören, ist inzwischen Tradition am zweiten Weihnachtsfeiertag und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit bei den Mühlhäusern.

An der schönen blauen Donau! – Die Königin und der Walzerkönig – Melodien aus Wien

Mit einem Orgelkonzert zum Jahresende verabschiedet die Stadt Mühlhausen ihre Bewohner und Gäste ins neue Jahr. Am Silvesterabend, Donnerstag, den 31. Dezember, fordert um 18 Uhr der Walzerkönig die Königin der Instrumente zum Tanz auf. Im Mittelpunkt dieses besonderen Konzertes stehen Bearbeitungen von Werken, die eng mit der Donaumetropole Wien verbunden sind. So werden aus der Operette „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé die Ouvertüre, der Ungarische Tanz von Johannes Brahms sowie der Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater) zu hören sein. Den Abschluss der Silvesterorgelgala bildet der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn).

Bevor Stadtorganist Denny Ph. Wilke aber musikalisch nach Wien reist, erklingt wie in jedem Jahr auch das wohl berühmteste Orgelwerk überhaupt: Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565) und seine Choralbearbeitung über „Das alte jahr vergangen ist“ (BWV 614).

 

Zu jedem Konzert können heiße und kalte Getränke erworben werden. Die Marienkirche ist bankbeheizt.

Karten für die musikalischen Hochgenüsse am 6.12.2015 und 31.12.2015 sind im Vorverkauf der Touristinformation Mühlhausen und an der Abendkasse erhältlich. Für die weihnachtliche Orgelmusik am 26.12.2015 können Karten nur an der Tageskasse erworben werden.

Stadt Mühlhausen/Förderverein Sauer-Orgel St. Marien e. V.

Marienkonzert am Reformationstag

Leipziger Gewandhausmusiker spielen am einstigen Brennpunkt der Reformation

 

Das kommende Marienkonzert am Samstag, den 31. Oktober, um 20 Uhr, in der Konzertkirche St. Marien steht ganz im Zeichen der Reformation. Unter dem Motto „Müntzer, Tod und Ewigkeit – zum 490. Todesjahr des Reformators Thomas Müntzer“ konzertieren das Posaunenquartett opus 4 mit Mitgliedern des Gewandhausorchesters Leipzig und der Staatskapelle Halle an der einstigen Predigtstätte Thomas Müntzers, der Mühlhäuser Marienkirche. Zu dieser Bläserformation gesellen sich Stadtorganist Denny Ph. Wilke sowie der MDR-Hörfunksprecher Axel Thielmann.

Wie immer bei Marienkonzerten zieht sich ein Gedanke durch das gesamte Programm: Anhand von Texten des radikalen Reformators Thomas Müntzer, Auszügen aus den 95 Thesen Martin Luthers, Rainer Maria Rilkes Marienleben oder Gedichten von Joseph von Eichendorff sowie der Musik von Johann Sebastian Bach, Anton Bruckner und Johannes Brahms schildern Sprecher und Musiker die Zeit der Reformation.

Mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und Texten von Müntzer besteht zudem ein direkter Bezug zur Marienkirche, denn alle drei schufen Werke für diesen großartigen Raum.                          

Karten für dieses Konzert sind im Vorverkauf der Mühlhäuser Touristinformation und an der Abendkasse erhältlich. Für einen Getränkestand sorgt der Förderverein Sauer-Orgel St. Marien.

 

Symposium zur Restaurierung der Sauer-Orgel in der Mühlhäuser Marienkirche

Die 1891 von Wilhelm Sauer erbaute Orgel in der Mühlhäuser Marienkirche ist eine der bedeutendsten großen Denkmalorgeln im mitteldeutschen Raum. Der notwendigen Restaurierung dieses Instruments hat sich der Förderverein Sauer-Orgel St. Marien e. V. verschrieben. Der Vorbereitung dieser immer dringlicher werdenden Restaurierung dient ein Symposium mit namhaften Fachleuten, das der Verein am 16. und 17. Oktober 2015 durchführt. Verbunden ist es mit einer großen Orgelgala der teilnehmenden Organisten am 17. Oktober 2015, 20 Uhr in der Marienkirche.                           

In zwei durch eine Pause getrennten Konzertblöcken  werden die Professoren Wolfgang Baumgratz (Bremen), Arvid Gast (Lübeck), Edgar Krapp (München) und Gewandhausorganist Michael Schönheit (Leipzig) Proben ihres Könnens geben und die vielfältigen Klangmöglichkeiten der Sauer-Orgel demonstrieren.

Eintrittskarten gibt es in der Touristinformation und an der Abendkasse.

Die öffentlichen Vortragsveranstaltungen finden am 16. Oktober ab 17 Uhr und am 17. Oktober ab 9 Uhr im Mühlhäuser „Ratskeller“ statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei. Am 16. Oktober werden dabei die ästhetischen und musikhistorischen Aspekte im Mittelpunkt stehen, am 17. Oktober die technischen. So wird Professor Wolfgang Baumgratz über die erfolgreiche Restaurierung der Sauer-Orgel im Bremer Dom berichten. Sie ist nur drei Jahre jünger und geringfügig größer als die Mühlhäuser, mit dieser also besonders gut vergleichbar.

 

Marienkonzert zum Tag der Deutschen Einheit

Am Sonnabend, den 3. Oktober, findet anlässlich des Tags der Deutschen Einheit um 20 Uhr das nächste Marienkonzert in der Mühlhäuser Marienkirche statt. Am Spieltisch der Sauer-Orgel nimmt Mühlhausens Stadtorganist Denny Ph. Wilke Platz. Unter der Überschrift des Orgelabends „Ungebrochene Musiktraditionen – 25 Jahre Deutsche Einheit“ werden romantische Orgelbearbeitungen zur Melodie der deutschen Nationalhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“ zu hören sein.                   

Die auf Joseph von Haydn zurückgehende Melodie der deutschen Nationalhymne erklang zum ersten Mal 1797 in Wien zum Geburtstag von Kaiser Franz II. In den darauffolgenden Jahren wurde die von Haydn als „Volkslied“ überschriebene Hymne dann populär: Als der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 das Lied der Deutschen veröffentlichte, das er der Haydn-Melodie unterlegt hatte, nahm die Geschichte von Melodie und Text eine neue Wendung. Zunächst vor allem von Burschenschaften und Männerchören gesungen, setzte sich diese Hymne 1922 schließlich als offizielle Nationalhymne durch. Im Dritten Reich sang man nur die erste Strophe des eigentlich von Fallersleben anders gedachten Textes. 1952 wurde die dritte Strophe des „Deutschlandslieds“ zur offiziellen Hymne der Alt-BRD erklärt. Bundespräsident Richard von Weizsäcker bestätigte 1991 die Geltung der Hymne auch für das wiedervereinigte Deutschland.

Dass Nationalhymnen auf der „Königin der Instrumente“ gespielt werden, ist vor allem in England und Frankreich seit jeher beliebt. Einen Teil des Orgelprogramms der Mühlhäuser Marienkonzerte widmet Stadtorganist Wilke daher dem Konzert zum Tag der Deutschen Einheit.

Karten sind im Vorverkauf der Touristinformation Mühlhausen und an der Abendkasse erhältlich. 

 

Benefizkonzert zugunsten der Sauer-Orgel am Samstag, den 12. September 2015

In der Reihe der Mühlhäuser Marienkonzerte findet am Samstag, den 12. September 2015, um 17 Uhr in der Rathaushalle wieder ein Benefizkonzert des Mühlhäuser Musikpädagogen Achim Wicklein zugunsten der Sauer-Orgel in St. Marien statt. In diesem Jahr hat der Pianist seine Enkelin als Konzertpartnerin eingeladen. Judith Wicklein absolvierte von 2007 bis 2013 in Leipzig ein Lehramtsstudium für Latein und Musik sowie einen künstlerisch-pädagogischen Masterstudiengang für Violine. Sie ist Mitglied verschiedener Barockorchester. Mit der Barockvioline musizierte sie bereits 2014 zusammen mit dem Mühlhäuser Bachchor bei der Aufführung der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Judith Wicklein lebt seit 2015 in Dresden und ist als Musiklehrerin am Gymnasium Dreikönigschule tätig. Auf dem Programm des Benefizkonzertes stehen Werke von Johann Sebastian Bach – die Französische Suite E-Dur für Klavier Solo, die Chaconne aus der Partita d-Moll für Violine Solo und die Sonate A-Dur für Violine und Klavier. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.

 

Hier können Sie das Konzertprogramm herunterladen.

 

Mühlhäuser Stadtorganist Denny Ph. Wilke gibt Orgelkonzert in Notre-Dame, Paris

Am kommenden Samstag, den 29. August 2015, spielt der Mühlhäuser Stadtorganist Denny Ph. Wilke auf Einladung der „Musique Sacrée à Notre-Dame de Paris“ an der Orgel der Pariser Kathedrale Notre-Dame Franz Liszts große Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ sowie Werke von Camille Saint-Saëns.

Die Kirche Notre-Dame gilt als das wohl bedeutendste Zentrum der Orgelmusikpflege weltweit. Ihre Hauptorgel geht auf den seinerzeit international führenden Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll zurück. Sein 1868 geweihtes Instrument hatte ursprünglich 86 Register und wurde in der Folgezeit wiederholt erweitert. Mit heute 121 Registern ist die Orgel die größte Frankreichs.

Wie immer stellt Wilke in seinen Programmen Bezüge her. So war Saint-Saëns der erste Organist, der Liszts Monumentalwerk in Frankreich zur Aufführung brachte und über dessen Werk in Superlativen sprach. Liszt wiederum war vom Orgelspiel Saint-Saëns begeistert, den er als einen der besten Organisten bezeichnete. Daneben gibt es aber natürlich auch Verbindungen zu Mühlhausen, denn nach der Fertigstellung der Sauer-Orgel in der Mühlhäuser Marienkirche im Jahre 1891 waren die ersten hier zu hörenden Töne Musik von Franz Liszt.

Wilke ist bereits ab Donnerstagabend in Paris, um nachts an der Notre-Dame-Orgel zu proben – er hat dann die Kathedrale ganz für sich allein. Aufgrund von Wilkes Pariser Gastspiel wird ihn auf der bevorstehenden Mühlhäuser Stadtkirmes der Birminghamer Universitätsorganist Prof. Henry Fairs an der Sauer-Orgel in St. Marien vertreten. 

 

Peter Bühner

 

Auftakt zur Konzertsaison 2015 der „Mühlhäuser Marienkonzerte“

Tödliche Kantaten – ein Musikkrimi um J. S. Bach, so lautet der Titel des diesjährigen Eröffnungskonzertes der „Mühlhäuser Marienkonzerte“ am Sonnabend, den 2. Mai, um 20 Uhr in der Konzertkirche „St. Marien“, Mühlhausen.

Dem künstlerischen Leiter der über die Grenzen Mühlhausens bekannten Konzertreihe, Stadtorganist Denny Ph. Wilke, ist es gelungen, den Schriftsteller, Stern- und Spiegel-Redakteur Sebastian Knauer in die Bachstadt Mühlhausen einzuladen. Er wird an diesem Abend aus seinem Kriminalroman um Johann Sebastian Bach lesen.

Ein geheimnisvoller Fund unter Johann Sebastian Bachs Grabplatte in der Leipziger Thomaskirche und der Besuch eines fast schon vergessenen Bekannten bringen den Hamburger Detektiv Pit Koch auf die Spur verschollener Originalwerke des großen Barock-Komponisten. Sie führt ihn ins heutige London und an die Westküste der Vereinigten Staaten nach Los Angeles sowie ins Hamburg des frühen 18. Jahrhunderts, wo sich das Orgelgenie aus Thüringen seinerzeit so auffällig oft blicken ließ … Korrupte Kunsthändler, manische Sammler, Musiker in Lebensgefahr und vier Buchstaben, die Rätsel aufgeben: B.A.C.H.

Musikalisch begleitet wird die Lesung von der Bratschistin Larissa Gromotka (Staatsphilharmonie Nürnberg) und Stadtorganist Denny Ph. Wilke. Zu hören sein werden Werke von J. S. Bach und Franz Liszt, so Bachs berühmte Toccata und Fuge in d-Moll (BMW 565), auch wenn Musikkenner bis heute bezweifeln, dass diese tatsächlich von ihm stammt, sowie Franz Liszts Hommage an den einstigen Mühlhäuser Organisten und diesjährigen Jubilaren (330. Geburtstag Bachs): das große Orgelpräludium über die Töne B.A.C.H., die auch am Ende der Kriminalgeschichte Rätsel aufwerfen. Darüber hinaus wird mit dem 2. Italienischen Konzert im Stile Bachs von dem Japaner Iori Fujita, der sich dazu von Knauers Roman inspirieren ließ, auch ein zeitgenössisches Stück zur Aufführung kommen.

Karten für dieses Ereignis sind im Vorverkauf (10 Euro erm./13 Euro) in der Mühlhäuser Touristinformation oder an der Abendkasse (12 Euro erm./15 Euro) erhältlich.